Oink – einfach vegan

Die Kokosnuss: Eine tropische Allround - Frucht!

Die Kokosnuss: Ein heiß begehrtes Lebensmittel, welches mittlerweile einen “Super – Food” Ruf besitzt. 

Doch was steckt hinter der harten Schale? Kann man sie wirklich mit den Zähnen schälen und als Speck – Ersatz verwenden? Gleich zum Anfang ein paar wichtige Fakten rund um die Nährstoffe als Infografiken.

First: Ist die Kokosnuss gesund? Ein paar Fakten zum Gesundheitsaspekt

Kokosnuss enthält mittelkettige Fettsäuren (MCT – mittelkettige Triglyceride), das heißt, dass sie unterstützend zur Gewichtsreduzierung eingesetzt werden können, da der menschliche Körper die mittelkettigen Fettsäuren ziemlich schnell abbaut, ohne sich daraus ein Fettdepot zu errichten. Außerdem verhindern MCT dadurch unangenehme Heißhungerattacken. Ein starker Vertreter dieser mittelkettigen Fettsäuren ist die Laurinsäure. Sie ist ein natürlicher Wirkstoff in dem Kampf gegen verschiedene Erreger, denn sie hat eine antivirale, antifungale und eine antimikrobielle Wirkung.

 

Der hohe Gehalt an Ballaststoffen wirkt sich ebenfalls sehr positiv auf den Körper und die Verdauung aus – sie kurbeln den Magen-Darm-Trakt erheblich an und senken den Zuckergehalt im Blut. Das auftretende Sättigungsgefühl durch die Ballaststoffe im Magen wird außerdem gerne als unterstützende Wirkung beim Abnehmen verwendet. Auch der hohe Kupfergehalt der Kokosnuss ist ideal für den Körper und die Bildung von Neurotransmittern, welche den Informationsaustausch zwischen den Zellen ermöglichen.

 

Nach dem Sport ist besonders die unreife grüne Frucht ein richtiger Könner: Ein hoher Gehalt an wichtigen Mineralstoffen sorgt dafür, dass der Mineralstoffhaushalt durch Kokoswasser wieder aufgefüllt werden kann (Dies gilt nicht für Natrium, denn hierfür ist die enthaltene Menge zu gering).

 

Vorsicht! Wie bei Allem gilt: In Maßen genießen! Trotz der gesunden Eigenschaften hat die Kokosnuss einen relativ hohen Fettgehalt (rund 20%) und das Kokosöl einen Brennwert von ~ 850 kcal / 100 ml.

Zahlen, Fakten, wertvolle und gesunde Inhaltsstoffe der Kokosnuss

Produkte aus der Kokosnuss

Ausgangsprodukt für fast alle Produkte aus der Kokosnuss ist das sogenannte “Kopra”, also das getrocknete Kernfleisch. Die Kokosnuss ist in vielen Regionen der Welt ein Grundnahrungsmittel und dazu noch ein richtiger Allrounder, aus dem Matten, Geschirr, Besteck & Gefäße in liebevoller Handarbeit gefertigt werden. Zudem finden die Produkte auch Verwendung in der Kosmetik (Masken, Cremes, Deos, Sonnenschutz…), im Landschaftsbau (Düngerträger…) und in der Möbelindustrie (Füllmaterial für Polster, Matratzen…). Kennst du schon die leckeren Kokos-Bacon-Chips?  

 

Kokosmilch

Kokosmilch ist bei uns überwiegend in Konserven oder in kleine Kartons erhältlich. Sie besteht überwiegend aus gemahlener Kokosnuss oder Kokosnussextrakt, Wasser und ggf. ein paar Zusatzstoffe, wobei das von Hersteller zu Hersteller vollkommen unterschiedlich ist.

 

Kokosfasern

Kokosfasern sind die schützende Schicht der Steinfrucht. Aus Ihr werden unterschiedliche Produkte erstellt und verschieden eingesetzt:

  • Fußmatten, Teppiche, Körbe
  • Füllmaterial für Polstermöbel & Matratzen
  • Düngerträgerstoff – mit Dünger getränkte, gepresste *Düngerballen, die bei Berührung mit Wasser aufgehen und den Dünger an die Pflanzen abgeben.
  • Taue & *Seile
 

Kokosnuss Steinfrucht – Schale

Der harte Kern kann, sofern er günstig aufgebrochen wird, ideal zu Schüsseln und Besteck weiterverarbeitet werden.

Kokoswasser | Trinkkokosnuss

Kokoswasser wird aus der unreifen grünen Kokosnuss gewonnen, oder als Trinkkokosnuss zum Verzehr direkt aus der Nuss selbst angeboten. Es handelt sich hierbei um die Nährflüssigkeit aus dem Innersten der Kokosnuss. Sie enthält wichtige Mineralstoffe, wie Eisen, Phosphor Zink, Mangan, Natrium, Kalzium und Kalium und ist beinahe Kalorienfrei (9 kcal / 100 ml). Dieses isotonische Getränk ist laut Utopia vergleichbar mit der Wirkung einer Apfelschorle und kann hilfreich zum Decken des Trinkwasserbedarfs sein, vor allem in den trockeneren Regionen.

 

Kokosfleisch

Kokosfleisch ist das weiße leckere Fruchtfleisch dieser riesigen Steinfrucht. Es kann geschnitten & getrocknet, aber auch im gemahlenen Zustand als Kokosmus erhältlich sein. In der veganen Küche ist es als gerösteter & gewürzter “Bacon” – Chip äußerst beliebt.

 

Kokosraspeln

Kokosraspeln sind, wie der Name schon vermuten lässt, die geraspelte & getrocknete Form von Kokosfleisch. Sehr beliebt ist es vor allem um die Weihnachtszeit, aber auch die moderne Gastronomieküche bedient sich daran und kreiert ausgefallene Panaden, Cremes und Smoothies daraus.

Kokosfett / öl / butter

In der nativen Herstellung löst sich unter Krafteinwirkung auf die Kopra, also das getrocknete Kernfleisch, oder auf das frisches Kokosfleisch, eine milchige Substanz (frische Kokosmilch) und eine ölige Substanz (Kokosfett). Das *Kokosöl kann aber auch unter Hitzeeinwirkung auf die Kokosmilch von eben dieser getrennt werden – hierbei gehen allerdings einige wichtige Nährstoffe verloren.

 

Der Rauchpunkt des Kokosfettes liegt bei 177°C und eignet sich deshalb wunderbar zum Braten und zum Backen. Außerdem wirkt es sich anscheinend positiv auf kleinere Wunden, Karies, Haut & Haar, sowie Alzheimer & Demenz aus, wobei letztere beiden nur durch eine Studie bisher belegt worden sind, die laut Utopia ihrerseits auch fragwürdig sei.

 

Kokosmehl

Kokosmehl ist die gemahlene Form des getrockneten Fruchtfleisches. Es gilt als glutenfreier Ersatz für Getreidemehl bzw. als Ergänzung zum Backen und enthält außerdem mehr Ballaststoffe als Getreidemehl.

 

Kokosblütenzucker

*Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokosblüte gewonnen. Der so gewonnene Saft wird zu Sirup eingedickt und später auskristallisiert. Man kann diesen Zucker jedoch in beiden Varianten erwerben. Der malzig – karamellige Geschmack ist einzigartig, angenehm süß und schmilzt leicht im Mund. Mit knapp über ~ 370 kcal / 100 g liegt der Brennwert dem des Kristallzuckers sehr nahe – dieser enthält ~ 405 kcal / 100 g.

Alles rund um die Kokos - Pflanze an sich

Dank ihrer geographischen Lage trägt die bis zu 25 Meter hohe Kokospalme ganzjährig ihre Früchte (etwa 30 – 40 Nüsse / Jahr). Sie ist vor allem in Indien, Indonesien, Brasilien, auf den Philippinen und in der Dominikanischen Republik beheimatet. Das Herkunftsland ist laut Utopia unbekannt, “da Kokosnüsse lange Zeit im Meer treiben können, ohne ihre Keimfähigkeit zu verlieren.”

Anders als ihr Name vermuten lässt, handelt es sich botanisch gesehen um eine Steinfrucht – Nussallergiker können also getrost aufatmen. Die Steinfrucht setzt sich wie folgt zusammen:

  • 1. Schicht = Äußere Schicht wasserdichte ledrige Haut, grünlich bräunlich
  • 2. Schicht = Faserschicht, bestehend aus Zellulosefasern mit Lufteinschluss zur Aufprallsicherung und zur Möglichkeit auf dem Wasser zu schwimmen
  • 3. Schicht = Steinkern aus einem holzartigen Material – Er enthält drei Keimlöcher (“Augen”)
  • 4. Schicht = Kokosfleisch
  • Innenraum mit Kokoswasser

Ein paar Fakten zur Nachhaltigkeit | Mensch & Umwelt

  • Immer mehr Anbauflächen werden für Kokospalmen verwendet
  • Mehr Dünger & mehr Trinkwasser wird verwendet
  • Anbau von immer mehr Monokulturen
  • Aufgrund der Tatsache, dass die Kokospalme nicht so sehr ertragreich ist, steigt damit bei steigender Nachfrage der Bedarf an Anbaufläche
  • Kleinbauern profitieren nur wenig von dem Hype um die Kokosnuss – viele leben nach wie vor in Armut
  • Mehr Nachfrage bedeutet auch, dass immer mehr des Grundnahrungsmittels exportiert wird und es in den Ursprungsländern zu Nahrungs – Engpässen kommen kann

Wie öffnet man eine Kokosnuss!?

Allen voran die Frage: Wie öffnet man eine Kokosnuss? Für dieses spezielle Unterfangen, haben wir uns auf die Suche nach einem sehr tollen Video gemacht – und Vorsicht! Hier kommt das Original 😉 Seht selbst:

Tipps & Tricks zum Einkaufen & zur Zubereitung der Kokosnuss

Von außen ist es schwer zu erkennen, ob es sich bei der Kokosnuss um eine frische oder schon ältere Frucht handelt. Auf ein paar Dinge kann jedoch bei Einkauf beachtet werden:

  • Schütteln! Hörst du das Wasser im Inneren Deutlich, das ist das ein weiteres Indiz für die Frische der Kokosnuss
  • Je mehr Wasser im Inneren vorhanden ist, desto frischer ist die Nuss
  • Am besten Produkte aus biologischem Anbau – das unterstützt auch die Menschen vor Ort, sowie die Nachhaltigkeit
  • Take native! Natives Öl, also kaltgepresst aus dem getrockneten Kokosfleisch, hat die positivsten Effekte

Kokosnuss | Weltweite Anbauflächen von Kokospalmen

Für den Anbau von Kokospalmen wird sehr viel Land gebraucht. Die starke Nachfrage nach Kokosprodukten ist der Auslöser dafür, dass sich die Hektar – Anzahl der Anbauflächen von Kokospalmen in den letzten Jahrzehnten mehr als verdoppelt hat.

 

Wo es 1960 noch 5,2 Millionen Hektar waren, sind es heute heute rund 12 Millionen Hektar Anbaufläche weltweit. Das entspricht in etwa der Größe von Griechenland. Die genauen Zahlen der Top – Länder findet ihr in der folgenden Grafik:

Kokosnuss inhaltsstoffe

Kokosnuss aus Sri Lanka

Während der Recherche für unsere Themenwoche “Alles rund um die Kokosnuss” sind wir auf das Kokosöl von Rapunzel Naturkost gestoßen und damit auch auf das firmeneigene Freihandelsprogramm von Rapunzel.

Ziel dieses Programms ist laut Joseph Wilhelm, dem Gründer von Rapunzel Naturkost, eine “langfristige Lieferbeziehung mit den HAND IN HAND-Lieferanten zu etablieren, um sie von den starken Preisschwankungen am Weltmarkt unabhängiger zu machen und sie in ihrer öko-sozialen Entwicklung zu unterstützen.” Die Kriterien, die dieses Unternehmen an ihre Lieferanten stellen können hier in dieser .pdf nachgelesen werden bzw. kannst du mehr Details über dieses Programm direkt auf der Firmenseite erfahren.

 

Zurück zur Insel und Serendipol! Ein paar Fakten:

  • Das Bio- und Fair-Trade-Kokosöl-Projekt von Serendipol wurde durch Dr. Bronners Engagement beim Wiederaufbau von Häusern nach dem verheerenden Tsunami von 2004 inspiriert.
  • ~ 1.300 Kokosbauern bauen für Serendipol an auf einer Anbaufläche von ~ 1.800 Hektar
  • Eine firmeneigene Mühle liegt ganz in der Nähe der Kokoshaine (Innerhalb von 40km)
  • Serendipol unterstützt den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und stellt Kompost zur Verfügung
  • Bauern vor Ort werden durch Landwirtschafts – Experten von Serendipol geschult und unterstützt

[Enthält unbezahlte Werbung]

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